Bei den Gagen im Dschungelcamp 2026 geht es weniger um eine einzige feste Zahl als um eine ziemlich breite Verhandlungsspanne. Wer die aktuellen Berichte liest, sieht schnell: Manche Kandidaten kassieren nur einen überschaubaren fünfstelligen Betrag, andere liegen in einer Liga, die schon fast an klassische TV-Großverträge erinnert. Genau diese Unterschiede, die dahinterstehenden Mechanismen und das Verhältnis von Gage, Preisgeld und öffentlicher Wirkung ordne ich hier ein.
Die wichtigsten Zahlen und Hebel hinter den Honoraren im Camp
- Die kolportierten Gagen liegen 2026 grob zwischen 60.000 und 250.000 Euro, einzelne Berichte nennen für einen Topnamen sogar deutlich mehr.
- Offiziell bestätigt wird kaum etwas, deshalb bleiben alle Beträge Schätzungen und Verhandlungswerte.
- Die Siegprämie beträgt 100.000 Euro und kommt zusätzlich zur vereinbarten Gage hinzu.
- Teure Namen sind meist nicht nur bekannt, sondern auch emotional aufgeladen, konfliktträchtig oder marketingwirksam.
- Für viele Teilnehmer zählt die TV-Reichweite mindestens so viel wie die reine Auszahlung.
So hoch sind die Gagen laut den aktuellen Berichten
Die aktuell kursierenden Zahlen zeichnen ein klares Bild: Unten beginnt die Spanne im Bereich von rund 60.000 Euro, in der Mitte liegt sie bei fünfstelligen Summen knapp über 100.000 Euro, und die teuersten Namen bewegen sich deutlich darüber. Ich würde diese Werte nicht als Endabrechnung lesen, sondern als Verhandlungsbandbreite mit Unter- und Obergrenzen.
| Teilnehmer | Genannte Gage | Einordnung |
|---|---|---|
| Hardy Krüger jr. | ca. 250.000 Euro | Oberstes Segment, in Berichten oft als Spitzenwert genannt |
| Gil Ofarim | ca. 200.000 Euro, teils höher berichtet | Hohe Reichweite, stark polarisierende Figur |
| Simone Ballack | ca. 200.000 Euro | Obere Liga, bekanntes Mediengesicht mit klarer TV-Präsenz |
| Mirja du Mont | ca. 150.000 bis 200.000 Euro | Starker Wiedererkennungswert, gute Boulevard-Tauglichkeit |
| Stephen Dürr | ca. 110.000 Euro | Mittleres bis gehobenes Segment |
| Nicole Belstler-Boettcher | ca. 110.000 Euro | Ähnliche Größenordnung wie Stephen Dürr |
| Hubert Fella | ca. 85.000 Euro | Reality-naher Bereich, deutlich unter der Spitze |
| Samira Yavuz | ca. 85.000 Euro | Im unteren bis mittleren Bereich, aber mit Gesprächswert |
| Eva Benetatou | ca. 85.000 Euro | Ähnlich wie Samira Yavuz, stark konfliktfähig besetzt |
| Patrick Romer | ca. 70.000 Euro | Unteres Mittelfeld |
| Ariel | ca. 60.000 Euro | Unteres Ende der kolportierten Liste |
| Umut Tekin | ca. 60.000 Euro | Unteres Ende, in manchen Berichten noch niedriger angesetzt |
Entscheidend ist nicht nur die Zahl selbst, sondern der Abstand zwischen den Gruppen. Genau daran sieht man, wie unterschiedlich RTL den Wert einzelner Namen einschätzt. Und dieser Abstand wird erst verständlich, wenn man die Verhandlungslogik dahinter betrachtet.
Warum die Gagen so stark auseinandergehen
Ich sehe bei solchen Formaten immer dieselbe Formel: Bezahlt wird nicht bloß Präsenz, sondern erwarteter Gesprächswert. Wer Reichweite bringt, eine Geschichte mitbringt oder Konfliktpotenzial verspricht, bekommt fast automatisch ein anderes Angebot als jemand, der einfach nur bekannt ist.
- Reichweite zählt, weil sie die Show vorab in die Medien bringt und online Diskussionen anstößt.
- Erzählwert ist oft wichtiger als klassische Prominenz. Ein Comeback, ein Skandal oder ein privater Konflikt erhöht den Preis.
- Verhandlungsmacht spielt eine große Rolle. Wer nicht dringend teilnehmen muss, kann härter pokern.
- Risikoprofil wird mitbezahlt. Polarisierende Figuren sind teurer, aber auch nützlicher für das Format.
- TV-Erfahrung hilft, weil die Produktion besser kalkulieren kann, wie jemand im Camp funktioniert.
Darum landen Reality-Stars oft im unteren Bereich, selbst wenn sie in ihrer Zielgruppe sehr präsent sind. Für die Produktion ist nicht nur wichtig, wer sichtbar ist, sondern welche Art von Sichtbarkeit jemand erzeugt. Daraus ergibt sich fast zwangsläufig die nächste Frage: Wer war 2026 in der teuersten Liga?

Welche Namen 2026 besonders teuer sind
In der Spitze wird die Besetzung 2026 vor allem dort teuer, wo ein Name gleichzeitig Bekanntheit, Konfliktstoff und Medieninteresse bündelt. Das ist die Liga, in der ein Kandidat nicht nur für den Moment im Camp bezahlt wird, sondern auch für die Wochen davor und danach.
Hardy Krüger jr. steht in den Berichten für den klassischen Wunschname-Effekt: etabliert, wiedererkennbar und für das Publikum breit anschlussfähig. Dass er in manchen Schätzungen sogar vor Gil Ofarim liegt, zeigt ziemlich gut, wie strategisch solche Gagen verhandelt werden. Nicht der lauteste Name ist automatisch der teuerste, sondern der, den die Produktion für besonders wertvoll hält.
Gil Ofarim ist der deutlichere Boulevard-Fall. Hier geht es nicht nur um Bekanntheit, sondern um eine Figur, die schon vor dem Einzug für Diskussionen sorgt. Genau solche Namen treiben den Preis, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Schlagzeilen liefern. Simone Ballack und Mirja du Mont liegen ebenfalls in einer oberen Kategorie, weil sie vertraute TV-Gesichter sind, die zugleich ausreichend Reibung und Gesprächsstoff mitbringen.
Das ist für mich der eigentliche Punkt: Die teuersten Kandidaten sind selten einfach nur berühmt. Sie stehen für eine Mischung aus Wiedererkennung, Spannung und medialer Verwertbarkeit. Und selbst wenn ein Name teuer klingt, ist damit noch nicht gesagt, wie viel am Ende wirklich auf dem Konto landet.
Was vom Geld am Ende wirklich bleibt
Die wichtigere Zahl für viele Zuschauer ist nicht die Antrittsgage, sondern die Siegerprämie von 100.000 Euro. Finanziell sind das zwei verschiedene Ebenen: Die Gage honoriert die Teilnahme, die Prämie belohnt den Sieg. Wer früh rausfliegt, hat zumindest die sichere Gage; wer gewinnt, legt die Prämie oben drauf.
In der Praxis ist das Ergebnis trotzdem weniger glamourös, als es auf den ersten Blick wirkt. Steuern, mögliche Agenturanteile und sonstige Kosten drücken die Netto-Summe, und gerade bei hohen Beträgen fühlt sich der Unterschied schnell erheblich an. Ich würde deshalb nie von „100.000 Euro auf dem Konto“ sprechen, ohne diese Abzüge mitzudenken.
- Bei einer Gage von 60.000 Euro ist das Camp ein lukrativer Promotion-Deal, aber kein Lebenswerk.
- Bei 110.000 bis 150.000 Euro wird die Teilnahme schon zu einem sehr ernsthaften Honorar.
- Bei 200.000 Euro oder mehr ist die Siegprämie eher Bonus als Hauptargument.
Für manche Teilnehmer ist die eigentliche Währung ohnehin nicht nur Geld, sondern Sichtbarkeit. Ein starker Auftritt kann spätere TV-Anfragen, Social-Media-Reichweite oder neue Formate nach sich ziehen. Genau deshalb wird das Format von außen oft zu eng als reine Geldmaschine gelesen, obwohl der eigentliche Wert viel breiter ist.
Warum die Zahlen trotzdem nur Schätzungen bleiben
Offizielle Verträge werden in der Regel nicht veröffentlicht. Deshalb stammen fast alle Beträge aus Branchenkreisen, nachträglichen Medienrecherchen oder Einschätzungen von Menschen, die den Markt kennen. Ich behandle solche Listen deshalb als brauchbare Annäherung, nicht als Buchhaltung.
- Ein Teil der Beträge kann Bruttoangaben sein, ein anderer wird nur ungefähr formuliert.
- Manche Verträge enthalten Bonus- oder Exklusivitätskomponenten, die von außen nicht sichtbar sind.
- Der Zeitpunkt der Zusage beeinflusst oft den Preis. Wer spät verhandelt, zahlt manchmal drauf.
- Besetzungen ändern sich kurzfristig, dadurch können Zahlen schon wenige Wochen später veraltet sein.
Genau deshalb wirken einzelne Gagenlisten manchmal widersprüchlich. Für Leser ist nicht die exakte Euro-Zahl entscheidend, sondern die Rangordnung und die Frage, welcher Promi aus Sicht der Produktion am meisten Wert bringt. Damit landet man beim eigentlichen Kern des Formats.
Was die Dschungelcamp-Gagen über das Format verraten
Die Honorare zeigen ziemlich nüchtern, worauf das Format im Jahr 2026 baut: nicht auf Eleganz, sondern auf Reibung. Ein teurer Name ist fast immer ein Name, der Gespräche auslöst, Vorberichte produziert und im besten Fall schon vor dem Einzug Schlagzeilen liefert. Genau diese Vorab-Aufmerksamkeit ist für RTL oft wertvoller als eine glatte, harmlose Besetzung.
Für mich ist das die eigentliche Lehre aus den aktuellen Zahlen. Wer das Camp nur als Trash-TV liest, übersieht den ökonomischen Kern: Aufmerksamkeit wird bepreist, und zwar sehr unterschiedlich. Die Gagenliste ist deshalb auch ein kleines Lagebild darüber, welche Art von Prominenz in Deutschland 2026 noch zieht.
Wer die Berichte künftig richtig einordnen will, sollte vor allem auf drei Dinge achten: Wer liefert eine klare Story, wie glaubwürdig ist die Zahl und liegt der Betrag weit über oder unter der üblichen Mitte. Genau diese drei Punkte trennen eine brauchbare Schätzung von bloßem Boulevardlärm.